REZENSION // Jetzt ist alles, was wir haben – Amy Giles

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JETZT IST ALLES, WAS WIR HABEN / AMY GILES

Jetzt ist alles, was wir haben • Amy Giles • Jugendroman • cbj (Random House) • 400 Seiten • ET 15.10.2018 • ISBN 9793570164877 (HC) • ISBN 9783641197209 (eBook) • 17,00€ (HC) • 13,99€ (eBook)

Hier kommt ihr zum Buch

Sei die Beste. Und wenn nötig, sei unsichtbar.
Mit diesem Credo hat Hadley McCauley in ihrer Familie gelernt zu überleben. Perfekte Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter: Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Denn hinter der makellosen Fassade der McCauleys verbirgt sich ein hässliches Geheimnis. Um ihre kleine Schwester Lila vor dem unberechenbaren Vater zu schützen, tut Hadley alles. Doch dann tritt Charlie Simmons in ihr Leben und zwischen den beiden entwickelt sich eine verzweifelt-intensive Beziehung. Unterdessen eskaliert daheim die Gewalt, und Hadleys Strategie, nichts preiszugeben, greift nicht mehr. Doch auch als es zur Katastrophe kommt, schweigt sie…


 

R E Z E N S I O N

Schon der Klappentext lässt darauf schließen, um was es sich hier für eine Geschichte handelt.
Es geht um ein Thema was viele von sich wegdrücken, was aber doch immer häufiger vorkommt – häusliche Gewalt. Sei es Gewalt gegenüber des Partners oder des eigenen Kindes.
Die Autorin zeigt mit diesem Buch die schonungslose Wahrheit über eine junge Frau, die tagtäglich psychische und physische Gewalt durchstehen muss.
Auf eine sehr emotionale Art wurde ich an die Seiten gefesselt. Der stetig steigende Spannungsbogen hat mich gepackt und einfach nicht mehr losglassen.
Knallart erlebt man mit, was für eine harte Last unsere Protagonistin Hadley durchmacht.
Autorin Amy Giles beschreibt dies erschreckend echt und realistisch.
Man fiebert stets mit Hadley mit. Spürt ihre extreme Angst, ihr Leid und fühlt ihren Schmerz, als wäre es der eigene.
Hadley selbst ist eine so starke und mutige Person, die ihre Bedürfnisse stets nach hinten stellt, um ihre Schwester zu beschützen. Ihr Wohlergehen ist für sie das wichtigste – auch wenn sie selbst dafür bestraft wird.
Ich habe selten eine so gütige Protagonistin erlebt, die mich mit ihrer Fürsorge so gerührt hat.

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Die Erzählungen der Vergangenheit und Gegenwart finde ich besonders interessant, da sie so einen wirklich guten Einblick in das Geschehen hinterlassen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr düster – was aber so wunderbar zur Geschichte passt – da er der Handlung so das gewisse Etwas verpasst. Eine fröhliche Erzählweise wäre hier einfach komplett fehl am Platz.
Amy Giles trifft mit ihrem offenen Stil einfach genau ins Schwarze und sorgt für eine Gänsehaut und ein mulmiges Gefühl beim Lesen.
Die Dynamik der Story spürt man von der ersten bis zur letzten Seite.

Amy Giles hat mit dieser Geschichte einen absolut authentischen und schonungslosen Roman geschaffen, der wirklich ans Eingemachte geht.
Wer Lust auf einen lohnenswerten Lesegenuss hat, sich aber auch mit der dunklen Thematik im Buch auseinandersetzen kann, ist mit ‚Jetzt ist alles, was wir haben‘ bestens bedient.

Ein Kommentar zu „REZENSION // Jetzt ist alles, was wir haben – Amy Giles

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