REZENSION // Wenn’s weiter nichts ist – Allison Pearson

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Eine Familienkomödie, die aus dem Wahnsinn ein Lesevergnügen zaubert.
Kate Reddy steht vor ihrem 50. Geburtstag und fragt sich, wo ihr Leben geblieben ist. Dabei ist das Alter längst nicht ihre einzige Sorge: Kate plagt sich mit zwei Teenagern, kümmert sich um kränkelnde Schwiegereltern und eine Mutter, die zunehmend auf Hilfe angewiesen ist. Und sie sucht den Wiedereinstieg ins Berufsleben, da ihr Mann beschlossen hat, dem Hamsterrad Ade zu sagen und die Kunst der Achtsamkeit zu erlernen. Als sich dann auch noch eine verflossene Liebe bei Kate meldet, wird es kompliziert…


Protagonistin Kate hat mit allerhand Problemen zu kämpfen. Sie muss sich um zwei pupertierende Kinder kümmern, pflegt die (Schwieger-)Eltern und muss sich nach langer Pause auf die Suche nach einem neuen Job begeben.
Mit Kate wurde ich leider so gut wie gar nicht warm. Ich mochte ihre Persönlichkeit nicht, sie war mir strikt zu naiv und ich konnte mich deshalb einfach kein bisschen mit ihr identifizieren. Ich würde einfach mal frei heraus behaupten, dass es daran lag, dass sie gut drei Jahrzehnte älter ist und komplett andere Ansichten vom Lauf der Dinge hat, als ich. Irgendwann ist sie mir quasi nur noch auf den Nerv gegangen.

Allison Pearson hat einen flüssigen Schreibstil, mit viel Humor und Sarkasmus. Für meinen Geschmack fast schon too much. Die Story bietet zwar auch ihre ernsten Momente, dennoch enthielt sie für mich einfach zu viel Witz und mir fehlte die Ernsthaftigkeit.
Die Geschichte kommt mit stolzen 608 Seiten daher, leider wurde die Handlung etwas in die Länge gezogen und einzelne Szenen zu sehr ausgekaut.

Zum Schluss ist noch anzumerken, dass „Wenn’s weiter nichts ist“ zwar die Fortsetzung von „Working Mum“ ist, sich beide Bücher aber völlig unabhängig voneinander lesen lassen.

„Wenn’s weiter nichts ist“ beschreibt das Leben einer gestandenen Frau, die sich mit typischen Altagssituationen rumschlägt. Allison Pearson hat eine humorvolle Geschichte über einen selbstironischen Charakter erschaffen, der allerdings eher „ältere Leser“ ansprechen wird.
Ich kann leider keine konkrete Leseempfehlung aussprechen.

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