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Rezension: Berühre mich. Nicht.

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Berühre mich. Nicht • Laura Kneidl •  New Adult • Lyx (Bastei Lübbe) • 462 Seiten • ET 26.07.2017 • ISBN 978-3-7363-0527-4 (TB) • ISBN 978-3-7363-0609-7 (eBook) • TB 12,90€ • eBook 9,99€
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Design ohne Titel (4)

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte. Doch dann traf sie ihn …
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint, und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen…

„Ich habe keine Angst.
Die Angst ist nicht real.
In meinem Kopf wiederholte ich die Worte wieder und wieder in der Hoffnung, mein Verstand würde diese irrationale Empfindung eines Tages auslöschen.“ – [Satz eins bis drei aus Berühre mich. Nicht]

Mir ist Berühre mich. Nicht. wirklich ungelogen, mindestens zehn mal am Tag über die Füße gelaufen. Ich konnte es gar nicht ignorieren.
Vom Cover her (es ist richtig hübsch keine Frage) dachte ich zu Beginn – ohne den Klappentext gelesen zu haben – es wäre ein typisches, sogenanntes „Bumsbuch“. Dann habe ich mir den Inhalt doch mal etwas näher angesehen und ich war direkt hin und weg. Also ab auf den Kindle.
Ich hätte jedoch nicht erwartet, dass mich eine solch wunderschöne, vielleicht auch etwas dragische, Liebesgeschichte erwarten würde. Um es direkt schon mal vorweg zu nehmen: Ich LIEBE diese Geschichte!

Nun aber etwas mehr dazu:

Sage ist eine wunderbare Protagonistin! Trotz ihrer massiven Angst, versucht sie, sich ein gutes Leben mit einem Job in der universitätseigenen Bibliothek und einem Studium aufzubauen. In ihrer neuen Heimat findet sie schnell Kontakt und lernt ihre „zweite beste Freundin“ April kennen. Auch Luca (!) – Aprils Bruder – und Gavin – ein gemeinsamer Freund der Geschwister – treten in ihr Leben.
Sage hat viel schlimmes erlebt. Dinge, die man sich gar nicht vorstellen möchte. Trotzdem ist sie eine gestandene, starke Frau, auch wenn die Angst ihr Leben im weitesten Sinne bestimmt. Ich finde sie toll! Sie versucht stets das Gute im Leben zu sehen und möchte es schaffen, dass die Angst so weit es geht, aus ihrem Leben verschwindet.
Ihr Charakter ist einfach toll! Ja, sie lebt in Angst. Sie ist aber genauso tollpatschig und dickköpfig. Diese Dinge und die Art die sie an sich hat, wie sie lebt, machen sie einfach so wunderbar sympathisch und geben ihr einen großen Platz in meinem Herzen.
Das männliche Goldstück im Buch ist Luca. Zu Beginn gibt er sich noch etwas machohaft und bringt eine Bettgeschichte nach der anderen mit nach Hause. Je näher er und Sage sich kommen, desto mehr taut er aber auch auf. Er öffnet sein Herz und seine großen Gefühle für Sage kommen zum Vorschein.
Luca ist wahrlich ein Traummann!
Berühre mich. Nicht. ist mein erstes Buch der Autorin, aber garantiert nicht mein letztes!
Laura Kneidl versteht offensichtlich, wie man fesselnd schreibt und den Leser in seinen Bann zieht.
Die beschriebenen Angstzustände konnte ich immer absolut verstehen und nachvollziehen und fand sie an keiner einzigen Stelle übertrieben oder unbegründet. Ich konnte mich wirklich in jeder Situation in Sage hineinversetzen und mit ihr leiden, weinen oder lachen.

 

So, bisher war meine Begeisterung wohl voll und ganz zu spüren.

ABER … was war das bitte für ein ************* Ende???
Bitte liebe Laura Kneidl … im Ernst? Man kann ein Buch doch nicht so enden lassen… Ich meine … der Cliffhanger ist wirklich üüübel! Wie soll ich jetzt bitte bis zur Erscheinung von Band zwei überleben?? Gut okay, es erscheint „schon“ im Januar, aber trotzdem … (Hier wäre dann Platz für einen verzweifelten, schockierten und heulenden Smiley)Design ohne Titel (4)
Berühre mich. Nicht. ist ein Wechselbad der Gefüle. Ich habe gelacht, gelitten, gebangt und mitgefiebert. Die Geschichte um Sage und Luca ist einfach ein Traum! Sie hat mich umgehauen, geplättet und verzweifeltet zurückgelassen.
Ich gehe mich dann jetzt verbuddeln, bis die Fortsetzung Verliere mich. Nicht. erscheint. Erst dann krieche ich wieder aus meinem Loch. Es sei denn, mir gibt vorher schon  jemand einen Keks. Oder zwei. Dann komme vielleicht schon früher heraus.

PS. Mein Jahreshighlight 2017! Danke, Laura Kneidl! Danke, für dieses wunderbare Buch!

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3 Kommentare zu „Rezension: Berühre mich. Nicht.

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