Kurzrezension: Söldnerfluch

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Söldnerfluch  Originaltitel: Stranger of the Tempest  • Tom Lloyd • Fantasyroman • Heyne Verlag • 608 Seiten • 10.07.2017 • ISBN 978-3-453-31868-7 (TB) ISBN 978-3-641-21212-4 (eBook) • 14,99€ (TB) • 11,99€ (eBook)
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Design ohne Titel (4)
Er nennt sich Luchs. Er kennt nur ein Leben, nämlich das Soldatenleben. Luchs schlägt sich schon seit Jahren als Söldner durch, und das eigentlich mehr schlecht als recht. Doch dann muss er für seine neuesten Auftraggeber ein Mädchen retten – und das hat zu allem Unglück auch noch eine magische Begabung. Und wird vom mächtigsten Ritterorden gesucht. Also genau das, was Luchs gerade noch gebraucht hat. Aber leider hat Luchs ein verflucht gutes Herz – und eine verdammt gute Waffe…

„Für eine Dame in Not war sie an viel mehr Stellen mit dem Blut von jemand anderem bedeckt, als Luchs es erwartet hatte. Und sie war nackt. Vollkommen nackt.“ – [Satz eins bis drei aus Söldnerfluch]

Auf Söldnerfluch bin ich durch Zufall bei einer Bloggerkollegin gestoßen. Der Klappentext klang sehr vielversprechend und interessant.
Es konnte mich – trotz Startschwierigkeiten – überzeugen.

Der Einstieg fiel mir wie erwähnt, nicht ganz so leicht. Ich hatte arge Probleme damit, in die Geschichte reinzukommen. Mir hatte einfach das gewisse Etwas gefehlt.
Richtige Spannung kam erst etwa ab der hundertfünfzigsten Seite auf. Dafür dann aber mit ordentlich Action und Magie.

Protagonist Luchs hat mir gut gefallen. Er hat einen starken Charakter, einen eigenen Kopf und einen eisernen Willen.
Auch die anderen Charaktere fand ich jeden für sich gut ausgearbeitet. Die einen mochte ich mehr, die anderen weniger (wie das eben immer so ist), aber trotzdem haben sie mich alle auf ihre Art und Weise in den Bann gezogen. Die Charaktere bekommen von mir einen großen Pluspunkt.

Desweiteren hat mir gut gefallen, wie Tom Lloyd die Landschaften und die Handlungsorte beschreibt, nämlich so, dass ich immer ein gutes Bild vor Augen hatte, wie ich mir die Umgebung vorstellen musste. Perfekt und ausreichend beschrieben, ohne aber zu sehr in die Tiefe zu gehen, bzw. es zu detailliert zu beschreiben.

Das Ende war der Ausgleich für den Anfang, um es mal so auszudrücken. Da ging es nämlich nochmal ordentlich zur Sache und hat Lust auf mehr gemacht.

Kleiner Knackpunkt noch: Vereinzelte Szenen hätten gut und gerne weggelassen werden können, weil sie die Story nicht wirklich beeinflusst und einfach unnötig in die Länge gezogen haben.

Design ohne Titel (4)
Söldnerfluch brilliert mit einem tollen Charakter und einer spannenden Storyidee, die überraschenderweise wirklich gut umgesetzt wurde. Die Umgebungsbeschreibungen haben mir gut gefallen und nur einzelne Stellen haben mich in der Geschichte etwas gestört (neben dem etwas schwachen Anfang).
Alles in allem, hat Tom Lloyd einen interessanten Fantasyroman abgeliefert.

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