Rezension: Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis

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Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis • Danielle Paige  Fantasy • Thienemann Verlag • 400 Seiten • ET 19.09.2017  ISBN 978-3-522-20237-4 • HC 17,99€ / eBook 14,99€

Design ohne Titel (4)
Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht… 

„Der erste Kuss kann verwunschene Prinzessinnen wecken, den Fluch brechen und ihnen ein glückliches Leben bis ans Ende ihrer Tage zaubern. Mein erster Kuss brach Bale.
Mit sechs Jahren hatte Bale ein Haus angezündet.“ – [Satz eins bis drei aus Snow-Die Prophezeiung von Feuer und Eis]

Über Snow  – Die Prophezeiung von Feuer und Eis habe ich sehr unterschiedliche Meinungen gelesen. Die meisten davon waren große Kritiken.
Da ich diese, wegen des wunderbar klingenden Klappentextes, einfach nicht glauben konnte, wollte ich mir ein eigenes Bild von der Geschichte machen. Dies habe ich also getan.
Ein Dankeschön geht also an die Netzwerk Agentur Bookmark für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Entgegen meiner Bedenken, kam ich gut in die Geschichte rein. Sie beginnt relativ ruhig und man erfährt einiges über die Protagonistin Snow und ihre Kindheit bzw. ihr Leben in der Psychiatrie.
Snow ist, um es mal so auszudrücken, etwas schwierig. Sie wirkt auf mich sehr kalt, egoistisch und launisch. Das Gefühl mich in sie hineinzuversetzen, war gleich null. Viele ihrer Taten und Gedankengänge konnte ich teilweise absolut nicht nachvollziehen und ließen mich etwas „verzweifelt“ zurück. Zu gerne hätte ich Snow manchmal einfach nur durchgerüttelt.
Meiner Meinung nach, hätte ihr etwas mehr „Farbe“ durchaus besser gestanden. Sie war einfach zu blass für meinen Geschmack. Ihr Charakter besitzt so viel Potenzial, welches aber leider einfach nicht vollends ausgeschöpft wurde.
Die Jungs – ihre Verehrer – hingegen, haben mir weitaus besser gefallen. Sie alle haben ihre Eigenschaften, die sie interessant machten.

„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“ – [Zitat aus Snow-Die Prophezeiung von Feuer und Eis]

Wie bisher wohl rauszuhören ist, konnte mich unsere Prota Snow nicht wirklich überzeugen.
Das Setting dafür aber umso mehr!
Die Handlung, die von einer sehr trostlosen Psychiatrie in die traumhafte Welt von Algid, dem Reich aus Eis und Schnee, springt, überzeugt mich durch atemberaubende Landschaften, Fantasiewesen wie Hexen und Schneewölfe und ganz viel Magie.

Die Idee der Story fand ich soweit gut umgesetzt, dennoch hat mir an manchen Stellen einfach das gewisse Etwas – das i-Tüpfelchen – gefehlt.
Zu viele Stellen wurden einfach zack, zack runtererzählt, obwohl man sie viel ausführlicher und spannender hätte ausarbeiten können.
Alles in allem hat mir bei der Handlung eindeutig Tiefe gefehlt.

Ein Punkt, den ich aber unbedingt positiv bewerten möchte, ist der Schreibstil der Autorin.
Danielle Paige besitzt eine ganz faszinierende Art sich auszudrücken. Ihre Worte sind sehr „bildhaft“. So schaffte sie es, dass ich stets ihre Beschreibungen bildlich vor Augen hatte und dass so, besonders die Welt von Algid sehr lebendig wurde.

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Ich kann verstehen, dass die Meinungen zu dem Buch sehr weit auseinander gehen. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Ich gehöre wohl zum Mittelmaß.
Mit der Protagonistin wurde ich in keinster Weise warm, die Story hatte Ansätze zum Wunderbaren, das Setting war absolut traumhaft.
Snow  – Die Prophezeiung von Feuer und Eis würde ich weder als Hassbuch, noch als Traumbuch bezeichnen. Es hat seine schönen Elemente, aber auch seine Knackpunkte.
Jeder sollte sich am Besten seine eigene Meinung über die Geschichte bilden.
Im Moment bin ich mir noch etwas unsicher, ob ich die Fortsetzung, trotz fiesem Cliffhanger – lesen werde.

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