Rezensionen

Rezension: Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis

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(Inhaltsangabe und Rezension kann eventuell Spoiler für die enthalten, die Band eins Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen noch nicht kennen)

Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen.

„Vielleicht war die Dunkelheit, diese Zerbrochenheit, schon immer ein Teil von mir gewesen. Vielleicht hätte jemand, der hell und heil war, sich den Dolch aus Eschenholz ins Herz gestoßen und den Tod gewählt, anstatt des Lebens, das vor mir lag. Überall war Blut. – [ Satz eins bis drei aus Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis]

Bereits der erste Teil der Trilogie hatte mich mehr als umgehauen und nach der letzten Seite einfach nur sprachlos zurückgelassen.
Ich habe mitgefiebert, gebangt, gehofft, geweint und gelacht. Und genau so ging es in der Fortsetzung nun auch weiter.
Bereits die ersten Sätze (siehe oben) machen direkt Lust auf mehr und bieten so viel Spannung, dass man gar nicht drum herum kommt, in einem Stück weiter zu lesen.

Feyre hat die Ereignisse unter dem Berg überlebt. Aber die Zeit dort hat ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die sie nicht mehr so schnell loslassen.
Zwei unschuldige Fae – getötet durch Feyres Hand. Die seelischen und körperlichen Qualen – hinzugefügt von Amarantha.
All das sieht sie immer vor sich und lässt sich nicht mehr so schnell verdrängen.
Dazu kommt der übermäßige Beschützerinstinkt von Tamlin, der Feyre immer mehr einengt und ihr quasi alles verbietet. Auch ihre geliebte Freiheit.
Erst durch Rhysand und ihre Vereinbarung kann sie wieder etwas aufblühen. Ist Tamlin wirklich der Richtige für sie?
Auf den Inhalt selber möchte ich gar nicht zu sehr eingehen. Die Geschichte muss man einfach selber lesen und erlebt haben.

Feyre ist – wie schon erwähnt – zu Beginn noch sehr durch die Geschehnisse aus dem ersten Teil gebrochen. Ihr kämpferischer Glanz ist verloren und sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Doch nach und nach kommt die Feyre zurück, die wir kennen. Von Tag zu Tag wird sie mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten einer High-Fae vertrauter. Und hat endlich wieder einen Grund zu lächeln.
Was soll man zu dem attraktiven, dunkelhaarigen High Lord Rhysand schon sagen… er ist ungeheuer sexy, selbstbewusst und weiß einfach genau, was er will. Was er nicht bekommt, nimmt er sich einfach. Warum? Weil er es kann. Er ist schließlich der stärkste aller High Lords, die je gelebt haben. Rhysand ist einfach ein Traum aller Frauen. Auch wenn einem das im ersten Teil gar nicht vorstellbar ist. Aber er ist es.
Wie lautet der Spruch so schön?
I’m looking for my Rhysand, in a world full of Tamlins.
Auch die Nebencharaktere wie Cassian, Azriel, Mor und Co. sind mir absolut ans Herz gewachsen. Sie sind alle so wunderbar authentisch mit all ihren Eigenarten, die sie alle zu einem tollen Individuum machen.

„Und dann war dieses wundervolle Etwas, das in mein Leben getreten war, dieses Geschenk des Kessels selbst … es war fort.“ – [S. 601 – Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis]

Sarah J. Maas hat einfach einen unglaublichen Schreibstil! Sie ist eine regelrechte Schreibgöttin!
Sie schreibt einfach so fesselnd, dass sie auch über das heutige Wetter schreiben könnte, man aber trotzdem noch absolut gebannt an den Seiten kleben würde, die nur so an einem vorbeiziehen.
Jeder einzelne Charakter ist perfekt ausgearbeitet und auch die Beschreibungen der Umgebung sind klasse. Die Autorin beschreibt die Landschaften, etc. so detailliert, dass man Prythian genau vor Augen hat und quasi das Gefühl hat, selber ein Teil davon zu sein.

Auch die letzten Seiten sind natürlich wieder so überwältigend, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand zu legen kann. Mehr verrate ich dazu nicht.
Nur so viel: Ich MUSS den dritten Teil lesen! Auf englisch. Weil die Übersetzung grausamerweiße erst nächstes Jahr erscheint.

Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis hat mich – wie erwartet – voll und ganz umgehauen. Die Story ist mitreißend, aufwühlend und einfach fantastisch.
Wenige bis gar keine anderen Autoren kommen so an den Schreibstil von Sarah J. Maas ran. Er ist einzigartig. Die Autorin ist einzigartig. Die Charaktere sind einzigartig. Das ganze Buch ist einzigartig.
Kann es kaum abwarten, wie es weitergeht und freue mich nun mega auf den Abschluss (Waaaaas?? Abschluss?? No-Go!).

Design ohne Titel (4)
Ein großer Dank geht an die dtv Verlagsgesellschaft für die Bereitstellung des grandiosen Rezensionsexemplares!


Für die, die Band eins Dornen und Rosen noch nicht kennen, hier der Klappentext:
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herzen dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

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