Rezensionen

Kurzrezension: Das Mädchen aus Brooklyn

Das Mädchen aus Brooklyn
Stell dir vor, ich hätte etwas Schreckliches getan. Würdest du mich trotzdem lieben?
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

„Drei Wochen vor unserer Hochzeit kündigte sich dieses lange Wochenende wie ein kostbares Intermezzo an – ein Moment der Intimität unter der Spätsommersonne der Côte d’Azur.
Der Abend hatte wunderbar begonnen: Spaziergang auf der Befestigungsmauer der Altstadt, ein Glas Merlot auf einer Terrasse und ein Teller Spaghetti mit Venusmuscheln unter dem steinernen Gewölbe des Michelangelo. Wir hatten über deinen Beruf gesprochen und über meinen und auch über die bevorstehende Zeremonie, die im kleinsten Rahmen geplant war.“ – [Satz eins bis drei aus Das Mädchen aus Brooklyn]

Ich bin ein großer Fan der Bücher von Guillaume Musso. Zuletzt konnte mich Vierundzwanzig Stunden absolut begeistern und fesseln. Somit hatte ich an sein neuestes Werk Das Mädchen aus Brooklyn entsprechend hohe Erwartungen.‘

Die ersten Seiten waren sehr spannend und fesselnd, eben wie man es von Musso gewohnt ist. Doch dieser Handlungsbogen sank plötzlich rabiat und meine Neugierde lies somit kurz darauf stark nach. Warum? Ich wurde mit der Geschichte einfach nicht richtig warm. Ja, das Thema ist wirklich interessant und auch die Idee hat mich vom Prinzip her sehr angesprochen, genau wie die geschickte Verknüpfung aus Liebesgeschichte und Thriller, aber dennoch wurde nicht das vorhandene Potenzial aus der Geschichte herausgeholt, welches definitiv dagewesen wäre.
Der Schreibstil an sich hat mir aber wieder sehr gut gefallen. Den Charme, den Musso in all seine Worte legt, konnte man wieder sehr deutlich spüren.

Der Protagonist Raphaël … was soll ich zu ihm schreiben? Für mich kam er sehr emotionslos rüber und an so vielen Stellen habe ich mich gefragt, was ich nun von ihm und seiner doch recht undeutsamen Art halten soll. Einigen Gedankengängen konnte ich nichts abgewinnen. Und leider – ich habe es wirklich versucht! – konnte ich mich so gut wie gar nicht in ihn hineinversetzen. Raphaël war mir schlichtweg einfach unsympatisch.


Ich hatte zu Beginn sehr große Erwartungen an Das Mädchen aus Brooklyn, leider wurden diese nur mäßig erfüllt.
Der altbekannte Schreibstil war klasse. Die Handlung an sich, genau wie unser Protagonist Raphaël, konnten mich leider überhaupt nicht überzeugen.
Die Story hätte – für mein Empfinden – noch viel besser rüberkommen können.
Dennoch ist Guillaume Musso ein toller Autor und ich freue mich darauf, mich von seinem nächsten Buch wieder vollends überzeugen lassen zu können!

Design ohne Titel (4)
Ein Dank, geht an den Piper Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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