Rezensionen

Rezension: Des Teufels Gebetbuch

RoundPhoto_May312017_163708Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

„Surrend wickelte sich das nasse Drahtseil auf die Trommel, die Kraft des Motors zog die Beute aus der Tiefe des Meeres. Schmutzig graue Tröpfchen lösten sich vom ölschmierigen Tau und fielen zurück in die sachten Wellen. Meter um Meter ging es aufwärts.“ – Satz eins bis drei aus „Des Teufels Gebetbuch“


Zu Beginn möchte ich sagen, wie wahnsinnig geil (jaaa, geil!) dieses Cover doch ist. Es sieht nicht nur atemberaubend aus, es fühlt sich mindestens genauso toll an. Es passt einfach so wahnsinnig gut zum Buch! Einfach ein richtiger Eyecatcher!

Bis dato war Markus Heitz ein mir noch unbekannter Autor. Seit mir dann aber plötzlich überall „Des Teufels Gebetbuch“ entgegen gesprungen ist, ist mir der Name nicht mehr aus dem Kopf gegangen. In Verbindung mit dem Klappentext war klar: Du musst dieses Buch lesen! Gesagt, getan.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Bereits auf den ersten Seiten wird Spannung in Form von Morden, einem Rückblick ins 18. Jahrhundert und einem Kartenspiel – anders wie wir es kennen – geboten.
Der Spannungsbogen reißt an keiner Stelle ab. Ganz im Gegenteil. Von Seite zu Seite nimmt er rasant immer mehr an Fahrt auf. Dadurch fliegt man quasi durch diesen doch recht dicken Wälzer von über 600 Seiten. Einige Szenen sind recht brutal, aber dennoch wahnsinnig interessant.

Der Protagonist Tadeus kam mir zu Anfang noch etwas blass vor und ich war mir unsicher, in wie weit ich mit ihm warm werde. Doch mit der Zeit konnte er mich immer mehr überzeugen. Ich konnte mich ganz locker in ihn hineinversetzen und seine stets bewusst gewählten Taten absolut nachvollziehen.

Etwas verwirrend jedoch waren für mich die zahlreichen Charaktere, die im Laufe der Handlung auftauchten. Einige davon wurden wirklich sehr detailliert beschrieben, was mich doch etwas gestört hat. Der Großteil der Infos war relativ uninteressant und auch nicht von Bedeutung für den weiteren Storyverlauf.

Das Ende ist nochmal ein wahrlicher Höhepunkt. Alle Punkte die in der Handlung Fragen aufwerfen, werden schließlich zu einem Ganzen und sorgen für einen – teilweise auch überraschenden – Knallerabschluss.

Markus Heitz bietet mit seinem fesselnden Schreibstil und dem mehr als interessanten und wahnsinnig gut recherchierten Plot, einen wirklich genialen Urban-Fantasy-Mystery-Thriller.
„Des Teufels Gebetbuch“ bietet wirklich so einiges. Aber am wichtigsten: Spannung ohne Ende! Mit diesem grandiosen Buch, hat er sich einen festen Platz auf meiner imaginären „Autoren-to-read“- Liste erkämpft.


Vielen, vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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2 Kommentare zu „Rezension: Des Teufels Gebetbuch

  1. Zugegeben, das Cover ist klasse, ansonsten fand ich „Des Teufels Gebetbuch“ allerdings ziemlich bescheiden. Ich muss aber auch zugeben, dass ich generell mit seinen abseits der „klassischen“ Fantasy liegenden Büchern Probleme habe.

    Was die aufgeworfenen Fragen angeht: Tadeus Boch spricht mehrere Sprachen fließend, ohne zu wissen, wieso. Hab ich es überlesen oder hatte Herr Heitz es nicht nötig, mir die Begründung dafür zu liefern? 😉

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